Stuttgarter Urgestein bleibt

In vielen Vereinssportarten scheint eines der stetigsten Momente Veränderung und Wechsel von Saison zu Saison zu sein. Diese Erkenntnis wird beim Blick auf die wechselvolle Geschichte des Eishockeysports und der ihn betreibenden Vereine auf der Stuttgarter Waldau von den meisten wohl als durchaus zutreffend wahrgenommen.

Es gibt bei genauerem Hinsehen aber auch die oft nicht so spektakulären und deshalb manchmal eher unauffälligen Dinge im Schatten größerer Ereignisse. Der Stuttgarter Eishockeyclub e.V. in seiner heutigen Form wurde 1997 gegründet und ist seitdem der Garant dafür, dass der Eishockeysport auf der Waldau eine Heimat hat. Diesen Weg ist der derzeitige Kapitän der Stuttgart Rebels, Tim Becker, bis auf kurze Unterbrechungen als aktiver Spieler immer mitgegangen.
Zum SEC kam Tim 1997 vom ESV Balingen zur Schüler- und Jugendmannschaft die damals vom legendären Publikumsliebling Venci Niesner trainiert wurde. Der erste Eintrag in den Statistiken der Seniorenmannschaften des SEC datiert aus dem Jahr 1999. Bis 2004 bei den Wizards aktiv, wechselte er nach deren Insolvenz und Rückzug aus dem Spielbetrieb zum ESV Balingen. Der Stuttgarter EC versuchte sich dann in der Folge in einer Kooperation mit dem SC Bietigheim-Bissingen Steelers e.V., bis diese dann zur Saison 2009-10 aufgegeben und der SEC als „Stuttgart Rebels“ wieder eigenständig den Spielbetrieb aufnahm und in die Regionalliga aufstieg.
Seit dieser Saison ist auch Tim wieder dabei und das durchgängig bis heute. Der mittlerweile 38-Jährige bringt bei seinen Einsätzen immer hohe Energie auf das Eis. Außerdem kennzeichnen Schnelligkeit und robuste Spielweise den Flügelstürmer. Danach gefragt, wann er denn die Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängen werde, gibt er an: „So lange mir die meisten Mitspieler und Gegner noch nicht davon laufen und mich das Verletzungspech verschont, werde ich es weiterspielen. Die letzten Jahre waren sportlich harte Kost, aber auch solche Zeiten gehören dazu.“
Gern würde er natürlich seine aktive Laufbahn mit einem sportlichen Erfolg abschließen. Am Besten natürlich mit einer Meisterschaft, wie zu Beginn der Saison 2009-10. „Wenn die Mannschaft stimmt bin ich dabei“, betont Tim. Na, das wär doch was!