Bitteres Erwachen

Bei der unerwartet hohen 2:11-Niederlage am vergangenen Freitag bei den Heilbronner Eisbären gab es für die Stuttgart Rebels ein bitteres Erwachen. Gegen einen bis in die Haarspitzen motivierten Gastgeber
fand man auf Seiten den Rebellen zu keinem Zeitpunkt die richtige Einstellung und musste am Ende verdient die höchste Niederlage der Saison hinnehmen.

Nachdem Nick Govig bereits nach 6 Sekunden frei vor dem gegnerischen Gehäuse vorbeischoss berappelten sich die Eisbären schnell, setzten die Rebels mit gepflegtem Passspiel ordentlich unter Druck
und gingen bereits in der zweiten Spielminute durch Sven Breiter in Führung. Der Heilbronner Druck hielt unvermindert an, die Rebels konnten ihren Kasten jedoch zunächst sauber halten. Als man in der 16. Spielminute in Überzahl die Chance zum Ausgleich hatte ereignete sich die wohl Spiel entscheidende Szene. Ein unerklärlicher Aussetzer an der eigenen Grundlinie beim Spielaufbau ermöglichte Aiden Wagner den zweiten Heilbronner Treffer aus sehr spitzem Winkel.

Die Rebels schienen nun beeindruckt. In der Offensive zwar bemüht, im Abwehrverhalten leider äusserst nachlässig, eröffnete man den Gastgebern gleich zu Beginn des Mitteldrittels drei Torchancen, die diese auch prompt alle nutzten. Das Spiel war praktisch entschieden. Ein Torhüterwechsel sollte nochmals ein Zeichen auf Stuttgarter Seite setzen, verpuffte allerdings angesichts zweier weiterer schneller Gegentreffer . Nick Govigs Treffer beantworteten die Eisbären kurz vor Drittelende mit drei weiteren Treffern, bevor die Pausensirene schliesslich die Rebels erlöste.

Zwar riss man sich im Stuttgarter Lager, auch begünstigt durch nachlassende Heilbronner, im letzten Spielabschnitt noch einmal zusammen, die Körpersprache war eine ganz andere.Nur fragte man sich in der Stuttgarter Anhängerschaft und auf Seiten der Vereinsoffiziellen warum dies nicht bereits früher möglich war. Pat Martens und Artem Klein sorgten noch für etwas Korrektur am Ergebnis in einem ausgeglichenen Schlußdrittel.

Mit dieser Niederlage haben sich die Rebels endgültig aus dem Play-Off-Rennen verabschiedet. Als letztes Saisonziel verbleibt, sich in Mannheim und beim letzten Heimspiel gegen Ravensburg mit ordentlichen Leistungen von den treuen Stuttgarter Fans in die Sommerpause zu verabschieden.

Eisbären Heilbronn – Stuttgart Rebels  11:2 (2:0,8:1,1:1)

1:0   (01:48)   Breiter Sv.   (Rupp)
2:0   (15:31)   Wagner  (Klein)   SH1
3:0   (21:13)   Rupp   (Wagner/Kollmar)   PP1
4:0   (22:00)   Breiter Sv.   (Kreps)
5:0   (24:46)   Rupp   (Breiter Sv.)
6:0   (28:52)   Rupp   (Kollmar)
7:0   (31:43)   Malez   (Schrimpf/Wagner)  SH1
7:1   (35:31)   Govig   (Reiss)
8:1   (37:12)   Breiter Sv.   (Klein/Schrimpf)
9:1   (38:10)   Rupp   (Maras/Muth)
10:1 (39:53)   Wagner   (Klein/Brendle)  PP2
10:2 (40:51)   Martens 
11:2 (59:23)   Klein   (Wagner)

Strafen Eisbären : 14
Strafen Rebels : 43 (18 + Match für Matic)

Zuschauer : 527