Torefestival in Hügelsheim

Mit einem eindrucksvollen 9:6 (2:4,6:1,1:1) – Erfolg beim Auswärtsspiel in Hügelsheim zeigten sich die Stuttgart Rebels wieder einmal in ihrem anscheinend gut sitzenden Auswärtsanzug.
Dabei waren die Vorzeichen, wie bereits vor zwei Wochen in Zweibrücken, nicht gerade dazu angetan Optimismus zu versprühen. Mit gerade einmal 12 Feldspielern, 2 Torhütern und Interimscoach Christopher Mauch an der Bande brach ein kleines Häuflein Aufrechter in Richtung Baden Airpark auf.

Zwei schnelle Gegentore zu Spielbeginn durch Noel Johnson (7.) und Björn Gross ( 8.) sorgten zusätzlich für Sorgenfalten beim Stuttgarter Anhang. Mit Dominik Deurings Treffer (10.) und dem Ausgleich durch Nick Govig (13.) zeigten sich die Rebels jedoch keineswegs geschockt, hatten sie doch bereits zuvor die größeren Spielanteile. Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit bescherte den Gastgebern durch Martin Vachal (18.)und Simon Klemmer (19.) zum Ende des Drittels zwei weitere Tore zur schmeichelhaften Pausenführung.

Nachdem man zu Beginn des zweiten Durchgangs eine Unterzahlsituation überstanden hatte, sorgte Alexander Hotz (23.) mit einem seiner seltenen Tore für eine Initialzündung für das Offensivspiel der Rebellen.
Innerhalb von 11 Minuten und 8 Sekunden netzte man sage und schreibe 6 Mal ein und zog auf 8:4 davon. Denis Matic (26.),Patrick Eisele, (28.) zweimal Govig (28. und 33.) und Lukas Willer (34.)
Nach dem sechsten Stuttgarter Treffer war der kurze Arbeitstag des zum zweiten Drittel eingewechselten Hügelsheimer Goalies Constantin Haas bereits nach knapp acht Minuten wieder beendet,
Max Häberle kehrte wieder zwischen die Pfosten zurück. Graham Brulotte sorgte mit dem 5:8 (38.) wieder für einen Funken Hoffnung bei den zahlreichen Rhinosfans, schärfte aber auch wieder die Achtsamkeit
in der Stuttgarter Defensive.

Die Pausenansprache von Interimscoach Mauch, sich im Schlussakkord nicht zu sehr in die Defensive drängen zu lassen war eindeutig, zu vermeiden war die Hügelsheimer Schlußoffensive allerdings nicht zur Gänze.
Die Landeshauptstädter kämpften aufopferungsvoll und überstanden auch drei Unterzahlspiele unbeschadet. Auch Maxim Engels 6:8 (54.) wurde gut weggesteckt. Als die Gastgeber schließlich den Torhüter
zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Feld nahmen blieb es Patrick Eisele vorbehalten für die endgültige Entscheidung  zu sorgen.

Wieder einmal erwies sich die von Teammanager Claus Becker gerne angeführte Theorie „ Kurze Bank kommt schnell ins Spiel“ als in der Praxis durchaus oftmals zutreffend. Wenn auch in diesem Falle mit leichter Verzögerung.
Die Leistung des verbliebenen Kerns der Mannschaft beeindruckte denn auch Rebels-Vize Olav Schnier : „ Die Mannschaft hat gezeigt zu was sie in der Lage ist, wenn jeder konzentriert seinen Job macht.
Es war noch alles andere als fehlerfrei, aber der Sieg macht doch zuversichtlich für die kommenden Spiele.“
Den überzeugenden Leistungen auf fremdem Eis wollen die Rebels nun am kommenden Freitag beim Heimspiel gegen den Tabellenvierten Eisbären Heilbronn auch endlich vor dem eigenen Publikum Taten folgen lassen um den Abstand zum Kontrahenten weiter zu verringern.

ESC „Baden Rhinos“ Hügelsheim – Stuttgart Rebels   6:9  (4:2,1:6,1:1)

1:0   (06:29)   Johnson   (#22)
2:0   (07:03)   #91  (Engel/Koch)
2:1   (09:11)   Deuring   (Govig/Eisele)
2:2   (12:58)   Govig  (Abert/Eisele)  PP1
3:2   (17:49)   Vachal   (Klemmer/Brulotte)
4:2   (18:45)   Klemmer (#92/Vachal)
4:3   (22:42)   Hotz (Govig/Reiss)
4:4   (25:09)   Matic  (Govig)
4:5   (27:42)   Eisele  (Govig)
4:6   (27:59)   Govig  (Eisele)
4:7   (32:37)   Govig  (Eisele)
4:8   (33:48)   Willer   (Wied)
5:8   (37:33)   Brulotte  (#22/Steinke)
6:8   (53:56)   Engel  (#22/Koch)
6:9   (59:41)   Eisele  (Abert) ENG

Strafen Rhinos : 4
Strafen Rebels : 14 + 10 für Eisele

Zuschauer : 824