547 Zuschauer beim Heimspiel gegen die Rhinos

Mit einem Heimsieg im schwäbisch-badischen Bruderkampf gegen die Baden Rhinos aus Hügelsheim wollten die Stuttgart Rebels am vergangenen Freitag ihre Orientierung in Richtung höhere Tabellengefilde fortsetzen. Ein starker Gegner und die mangelnde Chancenverwertung im ersten Spieldrittel sollten diese Pläne jedoch durchkreuzen. Mit 3:5 mussten man den Gästen am Ende die drei Punkte überlassen. 547 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen für dieses Spiel – ein Wert, der in den vergangenen Jahren im Oktober nicht annähernd erreicht werden konnte.

Das Spiel entwickelte sich als insgesamt recht ausgeglichene Partie, bei welchem die Gäste die etwas reifere Spielanlage und eine enorme körperliche Robustheit in die Waagschale warfen, die Rebels im ersten Spielabschnitt allerdings die besseren Tormöglichkeiten hatten. Im Gegensatz zum Auswärtserfolg der vergangenen Woche gegen Meister Bietigheim hatten die Rebellen aber leider ihr Visier offenbar nicht richtig justiert, denn die Tore erzielte dieses Mal der Gegner immer genau in jenen Momenten als man auf Stuttgarter Seite Oberwasser zu bekommen schien. Iven Rösch (2.) und Lars White (19.) waren für die Rhinos erfolgreich.

Die Rebels taten sich, auch aufgrund zweier unnötiger Strafzeiten, schwer, ins zweite Drittel zu kommen. Zwar konnte man die beiden Unterzahlsituationen schadlos überstehen und zur Mitte des Spielabschnitts auch wieder eigene Offensiv-Akzente setzen. Der nach einer Sperre zum ersten Mal in dieser Saison aufgebotene tschechische Goalgetter der Gäste, Martin Vachal, setzte allerdings die Politik der Nadelstiche zur rechten Zeit fort und erhöhte auf 0:3 (33.). Auch auf den ersten Stuttgarter Treffer durch Nick Govig in Unterzahl erzielt (36.), wusste man auf Rhinosseite eine schnelle Antwort. Erneut Rösch drehte dieses Mal den Spieß um und vollendete ein Powerplay der Rhinos (38.). Die turbulente Schlussphase des zweiten Drittel beendete schließlich ein umstrittener Treffer von Govig in numerischer Überlegenheit mit dem Treffer zum 2:4 – der Treffer erfolgte zeitgleich mit der Schlusssirene.

Kämpferisch kamen die Rebellen zum letzten Durchgang auf Eis, die gut organisierte Gästedefensive machte es jedoch schwer, zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Für die Vorentscheidung sorgte hingegen in der 52. Spielminute Graham Brulotte, der vors Tor zog und dabei nicht von der Scheibe zu trennen war. Der dritte Rebelstreffer durch Miroslav Hudak zwei Minuten vor Spielende fiel zu spät, um den Rebels nochmals eine echte Möglichkeit für einen Punktgewinn zu eröffnen. So musste man den Gästen am Ende einen verdienten Erfolg überlassen, denn es sollte sich im Spielverlauf rächen, dass man die im ersten Abschnitt vorhandenen Torchancen nicht ausnutzen konnte.

Die nächste Möglichkeit für die Mannen um Coach Heiko Vogler weiterhin in der immer noch sehr engen Tabelle Kontakt zu den vorderen Plätzen zu halten, bietet sich am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel bei den Heilbronner Eisbären.

Stuttgart Rebels – ESC Hügelsheim

3:5 (0:2; 2:2; 1:1)

0:1 (01:54) Rösch (Majewski/Koch)

0:2 (18:24) White (Johnson/Vachal)

0:3 (32:31) Vachal (Johnson/Ott)

1:3 (35:53) Govig (Sanwald/Reiss) SH1

1:4 (37:35) Rösch (Vachal) PP1

2:4 (39:59) Govig PP1

2:5 (51:24) Brulotte (Vachal/Steinke) PP1

3:5 (57:55) Hudak (Sanwald/Deuring) PP1

Strafen Rebels: 16

Strafen Rhinos: 10

Zuschauer: 547

Link zur Spielaufzeichnung

Bilder: Miro Halbych