Schwache Rebels unterliegen den Mad Dogs

Es war alles angerichtet für einen schönen Eishockeyabend. 601 Zuschauer sorgten für eine gute Kulisse, der Traditionsverein Old Boys war zahlreich am Start,
inclusive einem Spendenscheck für die Nachwuchsabteilung des Stuttgarter EC. Zu Gast waren die Mad Dogs der EKU Mannheim, zwar eine Art Angstgegner der Rebels,
als Tabellenschlusslicht aber trotzdem unter der Kategorie „schlagbar“ einzuordnen. Die Kulisse für ein stimmungsvolles Konzert war also bereitet, leider hatte die Kapelle ihre Instrumente scheinbar nicht richtig gestimmt.
Somit stand am Ende eine ernüchternde 1:6- Niederlage gegen einen Gegner, der aus seinen Möglichkeiten mehr zu machen in der Lage war als die Gastgeber.

Von Beginn an war klar ersichtlich wohin der Spielverlauf gehen sollte. Die Rebels mühten sich redlich, aber erfolglos , den Mannheimer Abwehrbeton zu brechen. Gegenangriffe der Gäste blieben rar,
Rebelsgoalie Jannis Ersel blieb fast beschäftigungslos. Waren jedoch die früheren Begegnungen der beiden Teams gekennzeichnet von zahlreichen Torchancen der Rebellen, so war dieses Mal selbst in dieser Beziehung
eher Schmalhans der Küchenmeister. Gepaart mit der traditionellen Abschlussschwäche der Rebels war ein torloser erster Abschnitt die fast logische Konsequenz aus diesem Spielverlauf.

Nachdem sich zu Beginn des zweiten Durchgangs keine Veränderung des Geschehens abzeichnete, fanden die Gäste nun den Mut, eigene Offensivaktionen zu starten, gleich beim ersten Versuch in der 26. Spielminute von Erfolg gekrönt. Die dadurch entstandene Unsicherheit in Reihen der Gastgeber wussten die Mad Dogs kaum eine Minute später zum zweiten Treffer zu nutzen. Weitere zwei Zeigerumdrehungen später hinterliess der dritte Mannheimer Treffer
ratlose Stuttgarter Spieler, Fans und Verantwortliche. Zwar waren durchaus einige Möglichkeiten vorhanden einen Treffer zu erzielen, selbst ein Penalty konnte aber nicht zum Start einer Aufholjagd genutzt werden. Der vierte Nackenschlag beendete schliesslich ein aus Stuttgarter Sicht katastrophales Mitteldrittel.

Zwar kamen die Rebels durchaus noch einmal mit dem Willen aus der Kabine dem Spiel noch eine Wendung zu geben, die defensivstarken Mad Dogs machten jedoch weiter die Räume eng und es wurde ersichtlich, dass den Rebels an diesem Abend wohl die spielerischen Mittel fehlen würden doch noch einmal ins Spiel zurück zu kommen. Zwei weitere Gegentore bei einem Ehrentreffer durch Patrick Eisele sorgten somit für eine ernüchternde 1:6 Heimniederlage gegen aufopferungsvoll kämpfende Mannheimer.

Stuttgart ‚Rebels – EKU Mannheim 1:6 ( 0:0/0:4/1:2)

0:1 (25:21) Klein (de Raaf/Betzwieser)
0:2 (26:12) Pruden ( Klein/Kratzmann)
0:3 (28:19) de Raaf (Bruno)
0:4 (39:18) Kratzmann (Klein/Pruden) PP1
0:5 (53:40) Klein
1:5 (56:31) Eisele (Willer/Bako)
1:6 (59:13) Majewski (Sofian/Brenner)

Strafen : 10 – 18

Zuschauer : 601