Ein Zuschauer fehlt…

Es passiert immer mal wieder, dass es ein eingeschworener Fan nicht zum
Eishockey auf die Waldau schafft. Und natürlich vermissen wir jeden von Euch, der bei einem Heimspiel nicht dabei ist und die Rebels nicht aus vollem Herzen anfeuern kann. Aber beim heutigen Spiel vermissen wir einen Zuschauer ganz besonders: den kleinen Elias.

Ihr erinnert Euch: beim Spiel am 9. November haben wir Kenth Joite ein Trikot und eine Botschaft für Elias mitgegeben, der wie er mit nur einem halben Herzen zur Welt gekommen ist. Ein Besuch beim heutigen „Spiel der Herzen“ stand fest auf dem Programm und die ganze Mannschaft und alle an dem Projekt Beteiligten haben mit großer Freude den heutigen Besuch von Elias erwartet. Und spätestens, als Kenth einige Tage später das Trikot im Kinderspital Zürich überreichte und uns ein Video davon schickte, war uns klar: keiner auf der ganzen Welt hat in den letzten Wochen mit größerer Freude den heutigen Spieltag herbeigesehnt als Elias.

Danach sah alles erst mal gut aus: wohl behütet von seinem Rebels-Trikot hat der kleine Eishockeyfan seine Operation gut überstanden. Er erholte sich schnell und konnte das Krankenhaus bald verlassen. Es ging Tag für Tag aufwärts und parallel liefen in Stuttgart die Vorbereitungen für den Besuch an. Doch rund eine Woche vor dem Spiel kam die ernüchternde Nachricht seiner Eltern: Elias wurde es immer wieder schwindelig – vermutlich eine Nebenwirkung eines der zahlreichen Medikamente, die er nehmen muss. An einen Besuch des Spiels war nicht mehr zu denken: viel wichtiger war es nun, die Ursache für die Schwindel-attacken zu finden und seine Medikation umzustellen. So muss also das heutige Spiel ohne Elias stattfinden. Die Stuttgart Rebels und das ganze Team wünschen Elias alles erdenkliche Gute und hoffen, dass der Besuch bald nachgeholt werden kann.

Die letzten Tage haben uns allen gezeigt, dass bei solch schweren Krankheiten Hoch- und
Tiefpunkte sehr eng beieinander liegen können. Wir haben auch gesehen, dass selbst so
Selbstverständlichkeiten wie der Besuch eines Eishockeyspiels plötzlich zu organisatorischen Herausforderungen werden, wenn auch noch medizinisches Equipment für die Nacht
organisiert werden muss. Besonderer Dank gilt dabei dem Waldhotel Stuttgart und der
Bereitschaft Degerloch des Deutschen Roten Kreuzes, die uns bei den Vorbereitungen
unterstützt und den geplanten Besuch von Elias überhaupt erst möglich gemacht haben. Hoffen wir, dass sie und wir alle Elias bald bei einem anderen Spiel begrüßen können und uns seine Freude eine Bestätigung dafür gibt, in den
letzten Wochen das richtige getan zu haben.