Hoher Aufwand, geringer Ertrag,

so kann man das vergangene Wochenende der Stuttgart Rebels wohl in wenigen Worten am treffendsten beschreiben. Trotz wiederum starker kämpferischer Leistungen musste man sich in den beiden Spielen gegen Eppelheim (6:7 n.P.) und in Ravensburg (2:3) geschlagen geben und konnte somit nur einen Punkt aus den beiden Partien auf der Habenseite verbuchen.
Bein freitäglichen Heimspiel gegen den EC Eisbären Eppelheim gingen die Rebels und ihr Anhang förmlich durch ein Wechselbad der Gefühle.Nach kurzer Abtastphase nahmen die Rebellen schnell das Szepter des Handelns in die Hand und bereits nach zweieinhalb Spielminuten konnte Silas Abert die Führung erzielen. Die Eppelheimer Antwort erfolgte nur 11 Sekunden später durch Cedric Striepeke. Die Rebels machten weiter das Spiel, der zweite Gästetreffer durch Lukas Sawicki fiel in der 12. Minute eher überraschend. Die Rebellen spielten jedoch unbeirrt weiter und drehten das Ergebnis bis zum Drittelende durch Lutz Kästle und Jesper Leis wieder in die richtige Richtung.
Eppelheim kam nun etwas besser aus der Kabine und der Ausgleich durch Marc Bruns war in der 22. Minute somit nicht überraschend. Die Drangphase der Gäste hielt jedoch nur kurz an, spätestens mit dem erneuten Führungstreffer durch Patrick Eisele nach 32 Zeigerumdrehungen waren die Spielanteile wieder eindeutig zu Gunsten der Rebels verteilt. Manifestiert wurde dies durch Ben Daubners ersten Treffer in der Regionalliga in der 35. Spielminute.
Auch zu Beginn des Schlußabschnitts waren die Mannen um Coach Pavol Jancovic zunächst tonangebend, der zweite Treffer von Eisele schien das Spiel vollends in Richtung Heimsieg zu manövrieren. Der vierte Eppelheimer Treffer durch Markus Semlow läutete dann jedoch 13 Minuten vor dem Ende eine Wendung des Spiels ein. Die mit nur 13 Feldspieler angetretenen Rebels mussten nun ihrer kräftezehrenden Spielweise Tribut zollen, die 19 Mann starke Eisbärenequipe bekam deutlich Oberwasser. Die Zuordnung in den Stuttgarter Defensivreihen ging nun zunehmend verloren und so konnten Striepeke (52.) und Sawicki (56.) noch zum 6:6 ausgleichen. Mit dem Momentum auf ihrer Seite waren die Eisbären dann auch in der Penaltylotterie das glücklichere Team und konnte auch den Zusatzpunkt mit in die Kurpfalz nehmen.

Zwei Tage später bot sich den Landeshauptstädtern dann in Ravensburg die Gelegenheit das Wochenende doch noch zu einem positiven Abschluss zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, stellten die Puzzlestädter doch im bisherigen Saisonverlauf die Überraschungsmannschaft der Liga.
Auch in dieser Partie gaben die Rebels nach zerfahrenem Beginn schnell den Ton an, die Tore schoß leider wieder einmal der Gegner, wenn auch beim ersten Treffer nach 13 Spielminuten der Referee durchaus nicht unbeteiligt war. Bei der ersten druckvollen Aktion der Gastgeber bekam Goalie Jannis Ersel einen Schlagschuß auf die Maske, deren Verschluss sich dadurch öffnete. Anstatt abzupfeifen lies der HSR den Nachschuß zu und der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Den zweiten Treffer der Gastgeber mussten sich die Rebellen jedoch nach einem zu langsamen Wechsel auf die eigenen Fahnen schreiben.
Mit weiterhin großem Einsatz bestimmten die Rebels auch den zweiten Durchgang, es sollte jedoch 11 Minuten bis zum Anschlusstreffer durch Patrick Eisele dauern. Der hochverdiente Ausgleich durch Tim Becker in der 39. Minute nährte die Hoffnungen auf Stuttgarter Seit weiter einen zählbaren Erfolg erreichen zu können.
Mit zunehmender Spieldauer machte sich dann allerdings auch in dieser Partie der Kräfteverschleiß bemerkbar, die ein Doppelspieltag mit sich bringt. Die Gastgeber bekamen zunehmend mehr Spielanteile, doch die Rebellen konnten die Partie bis kurz vor dem Ende unentschieden halten. Eine unglückliche Strafzeit machte dann leider die Stuttgarter Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte. Jonas Mikulic wurde am langen Pfosten stehend mehr oder weniger angeschossen und die Rebels standen wieder ohne den verdienten Lohn da, denn auch die Herausnehme des Torhüters für einen zusätzlichen Feldspieler bereits zwei Minuten vor Spielende war nicht mehr von Erfolg gekrönt.

Trotz der mageren Punktausbeute muss man der Mannschaft in beiden Partien wieder eine starke kämpferische und vor allem in der Heimpartie gute spielerische Leistung attestieren. Der Kontakt zum fünften Tabellenrang ist durchaus noch vorhanden, die Kontrahenten Zweibrücken und Heilbronn waren im bisherigen Saisonverlauf doch recht umkonstant in ihren Ergebnissen.
Somit wird das Heimspiel am kommenden Samstag um 19 Uhr gegen den Tabellennachbarn Heilbronner Eisbären durchaus ein Spiel, welches die weitere Richtung in dieser Saison weisen kann.

Stuttgart Rebels – EC Eppelheim 6:7 (3:2/2:1/1:3/0:1) n.P.

1:0 (02:30) Abert (Becker/Kästle)
1:1 (02:41) Striepeke (Patschull/Rausch)
1:2 (11:49) Sawicki (Bruns) SH1
2:2 (13:05) Kästle (Mauch/Eisele) PP1
3:2 (18:31) Leis (Kästle/Mauch)
3:3 (21:57) Bruns (Haas/Wilts) PP1
4:3 (32:09) Eisele (Leis/Mauch)
5:3 (34:45) Daubner (Becker)
6:3 (43:09) Eisele (Daubner)
6:4 (47:03) Semlow (Dorfner/Deuring)
6:5 (51:53) Striepeke
6:6 (55.14) Sawicki (Bruns/Haas)
6:7 (60:00) Bruns PEN GWG

Strafen : 10 – 10

Zuschauer : 300

EV Ravensburg – Stuttgart Rebels 3:2 (2:0/0:2/1:0)

1:0 (13:02) A. Katjushenko (P.Heckenberger/S. Heckenberger)
2:0 (16:44) Kirsch (Martini)
2:1 (31:00) Eisele (Leis/Mauch)
2;2 (38:15) Becker (Kästle)
3:2 (57:40) Mikulic (Leiprecht/A. Katjushenko) PP1

Strafen : 10 – 8

Zuschauer : 203