Erfolgreiches Wochenende für die Stuttgart Rebels

Mit einem Heimsieg gegen Zweibrücken und einem Auswärtssieg in Freiburg gehen die Rebels gleich zweimal mit Erfolg von der Eisfläche

Ein starkes Spiel bedeutet noch lange keinen Sieg – das mussten die Stuttgart Rebels bei den bisherigen Spielen dieser Saison schmerzhaft erfahren. Bei zwei Spielen am Wochenende schafften sie nun den ersehnten Durchbruch: mit einem 4:3 n.P. gegen Zweibrücken und einem starken 1:5 im Auswärtsspiel gegen Freiburg konnten die Stuttgarter Spieler die bislang gezeigte Stärke endlich auch in Punkte umwandeln und den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle sichern.

Die Wende geschah im dritten Drittel des Heimspiels gegen die „Hornets“ aus Zweibrücken. Bis dahin schien ein Fluch über der Mannschaft der Stuttgart Rebels zu liegen: zwar zeigte das Team bei allen vorherigen vier Spielen der Saison Stärke, es fehlte jedoch immer das entscheidende Quäntchen Glück, um am Ende auch als Sieger von der Eisfläche zu gehen. So mussten die Fans der Stuttgarter oft erleben, wie gute Züge jäh am gegnerischen Torwart oder am Pfosten scheiterten oder ein Powerplay nicht für ein Tor genutzt werden konnte.

Zu Beginn des fünften Saisonspiels sah es nicht wirklich besser aus. Die rund 350 Zuschauer erlebten zwar starke Rebels, die immer wieder den Angriff auf das Tor der Gäste aus Zweibrücken wagten. Doch alle Schüsse verfehlten entweder das gegnerische Tor oder wurden durch den Goalie Sebastian Trenholm erfolgreich abgewehrt. Die Zweibrücken Hornets hatten hingegen wenig Chancen. Jedoch verwandelte Maximilan Dörr in der 17. Minuten einen der wenigen Schüsse auf das Stuttgarter Tor in den Führungstreffer. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels war es wieder Dörr, der den Puck in das Stuttgarter Tor beförderte, bevor Patrick Eisele wenige Minuten später den ersten Treffer für die Stuttgarter landen konnte. Der Rest des zweiten Drittels blieb torlos und gleich zu Beginn des dritten Drittels konnten die Gäste einen weiteren Treffer erzielen. In den Zuschauerrängen machte sich Ernüchterung breit: Minute um Minute verging, doch der erhoffte Anschlusstreffer der Stuttgarter blieb über lange Zeit aus. Doch in der 51. Spielminute unterbrach ein Jubel die Ränge – Jesper Leis zielte auf das Tor der Hornets – und traf. Die Rebels waren nun deutlich kämpferischer und schon zwei Minuten später nutzte Christopher Mauch ein Powerplay zum Ausgleichstreffer – der Ausgang des Spiels war wieder völlig offen. Für beide Mannschaften galt es nun, möglichst den Führungstreffer zu erzielen, ohne zeitgleich einen gegnerischen Treffer zu kassieren. Die Zuschauer in der Stuttgarter Eiswelt erlebten sieben spannende Minuten bis zur Schlusssirene, ohne dass ein weiterer Treffer erfolgte. Das Penalty musste also die Entscheidung bringen. Und hier zeigten die Rebels wahre Stärke: die ersten beiden Treffer saßen, während die Gäste beides Mal erfolglos waren. So war das Penalty schnell entschieden: Sieg für Stuttgart mit 4:3 n. P., zwei Punkte und der lang ersehnte erste Sieg vor heimischer Kulisse.

Doch groß Feiern war für die Stuttgarter nicht möglich: bereits zwanzig Stunden nach Spielende stand das nächste Match im badischen Freiburg an. Auch wenn man an der Dreisam auf den aktuell Tabellenletzten traf, war klar, dass das Treffen auf die zweite Mannschaft der Freiburger Wölfe kein Geschenk werden wird: das Spiel vom Vortag noch in den Knochen, eine lange Anreise, dazu mehrere Ausfälle in den Stuttgarter Reihen – keine gute Voraussetzungen für einen schnellen Sieg. Und tatsächlich: zu Beginn konnten die Wölfe mithalten und schafften in der 15. Minute auch durch Sebastian Vuoritsalo den Führungstreffer. Doch die Freude der rund 50 anwesenden Freiburger Zuschauer war nur von kurzer Dauer: knapp zwei Minuten später erzielte Tim Becker den Ausgleich für die Rebels, so dass man das erste Drittel ausgeglichen beenden konnte. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels konnte Patrick Daucik die Rebels in Führung bringen. Die Stuttgarter nahmen an Fahrt auf und im weiteren Verlauf stattete der Puck immer wieder dem Freiburger Tor einen Besuch ab: Tim Becker (30. Minute), Patrick Eisele (37. Minute) und Silas Abert (57. Minute) erzielten jeweils einen Treffer. Am Ende verließ man die Freiburger Eisfläche mit einem souveränen 1:5 und konnte die Heimfahrt nach Stuttgart somit mit drei weiteren und wohlverdienten Punkten antreten.

Bei den Stuttgart Rebels ist man mit dem Wochenende mehr als zufrieden: nach vier Niederlagen gleich zwei Siege in enger Folge. „Der Mannschaft ist es gelungen, sich für ihre guten Leistungen endlich auch mit Punkten zu belohnen. Trotz einiger beruflich und verletzungsbedingter Ausfälle haben wir an die richtig guten Leistungen der vergangenen Partien anknüpfen können“, so Teammanager Claus Becker: „Das lässt uns zuversichtlich auf die nächsten Begegnungen schauen.“ Und das nächste Treffen wird es gleich wieder in sich haben: am kommenden Freitag (09.11.) werden die Amateure des SC Bietigheim-Bissingen um 20 Uhr in der Stuttgarter Eiswelt zu Gast sein. Und die sind wirklich erfolgreich in die Saison gestartet: mit derzeit fünf Siegen und nur einer Niederlage führen diese derzeit die Tabelle der Regionalliga Süd-West an. Es wird also spannend auf der Stuttgarter Waldau.

Stuttgart Rebels – EHC Zweibrücken „Hornets“
4:3 n.P. (0:1, 1:1, 2:1, 1:0)

Tore:
0:1 (17.) Dörr (M. Trenholm/Metzner)
0:2 (22.) Dörr (M. Trenholm/Hartfelder)
1:2 (23.) Eisele (Kästle/Abert)
1:3 (41.) Fellhauer (Werth)
2:3 (51.) Leis (Mauch/Willer)
3:3 (54.) Mauch (Leis/Kästle) PP1
4:3 (60.) Kästle PS GWG

Strafen: 2 / 14

EHC Freiburg 1b – Stuttgart Rebels
1:5 (1:1, 0:3, 0:1)

Tore:
1:0 (15.) Vuoritsalo (T. Bräuner)
1:1 (16.) Becker (Willer)
1:2 (21.) Daucik (Kubek) GWG
1:3 (30.) Becker (Eisele)
1:4 (37.) Eisele (Willer) PP1
1:5 (56.) Abert (Eisele) PP1

Strafen: 10 / 6