Rebels müssen gegen Ravensburg mit einem Punkt zufrieden sein

Bei der als American Hockey Night durchgeführten Partie gegen den aktuellen Tabellenführer der Regionalliga Südwest, den EV Ravensburg, mußten sich die Stuttgart Rebels am vergangenen Samstag bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen mit einem Punkt zufrieden geben.
Beim ersten Samstagsheimspiel auf der Waldau seit vielen Jahren war alles für ein packendes Match der beiden Kontrahenten gerichtet. Eine im seitherigen Saisonverlauf überzeugende Mannschaft aus Oberschwaben, ein punktehungriges Team aus der Landeshauptstadt und ein dem Thema des Abends angepaßtes Rahmenprogramm sorgten von Beginn an für beste Unterhaltung.

Nach vorsichtigem Beginn von beiden Seiten waren es zuerst die Rebels, die erste offensive Akzente setzen konnten. Ein schönes Zuspiel von Patrick Daucik verwertete Silas Abert in der sechsten Spielminute zum Führungstreffer, dem die beiden Spieler in umgekehrter Konstellation nur knapp drei Minuten später den zweiten Treffer folgen ließen.Ein Überzahlspiel konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten konnten nicht genutzt werden und so ging es mit 2:0 zum ersten Pausentee.

Dass ein Zwei-Tore-Vorsprung im Eishockey kein Ruhekissen bedeutet wurde zu Beginn des zweiten Spielabschnitts wieder einmal deutlich demonstriert. Binnen zwei Minuten konnten die beiden Katjushenko-Brüder Alex und Johann, den Stuttgarter Zuschauern noch bestens aus ihrem einjährigen Intermezzo unter dem Fernsehturm bekannt, die Hartgummischeibe zweimal im Stuttgarter Gehäuse unterbringen. Das Spiel verlor nun etwas an Linie ohne in der Intensität nachzulassen. Eine fast zweiminütige doppelte numerische Überlegenheit konnten die Rebellen nicht zur erneuten Führung nutzen und so mußte das letzte Drittel schließlich die Entscheidung bringen.

Im letzten Durchgang zeigte der Tabellenführer nun, dass die aktuelle Erfolgsserie keine Eintagsfliege ist. Während die Mannschaft von Trainer Masak das Tempo weiterhin hoch hallten konnte, mußten die Rebels nun doch dem Kräfteverschleiß der intensiven Partie Tribut zollen. Des öfteren brannte es lichterloh in der Stuttgarter Defensivzone, doch schaffte man es immer wieder sich aus der Ravensburger Umklammerung zu lösen. Auch in der dann wieder ausgeglichenen und von beiden Teams sehr offensiv geführten Schlußphase mit Torchancen auf beiden Seiten wollte keinem Team mehr der Siegtreffer gelingen und die Entscheidung wurde auf das Penaltyschießen vertagt. Hierbei hatten die Oberschwaben das glücklichere Händchen, Lubos Sekula blieb es mit dem 13. Penalty vorbehalten das Spiel zu Gunsten der Seinen zu entscheiden.
Auch wenn man im Stuttgarter Lager sicherlich vor der Partie auf drei Punkte gehofft hatte musste man am Ende einem starken Gegner zwei verdiente Punkte überlassen.
Die bisherigen Spiele haben jedoch auch gezeigt, dass die Rebellen mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können. Nichtsdestotrotz sollte diese Erkenntnis baldmöglichst auch in mehr Zählbares umgesetzt werden können als in den ersten drei Partien um nicht frühzeitig zu weit ins Hintertreffen zu geraten. Nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag beim Gastspiel gegen bisher noch nicht überzeugende Eisbären aus Heilbronn.

Stuttgart Rebels – EV Ravensburg 2:3 n.P. (2:0/0:2/0:0/0:1)

1:0 (05:17) Abert (Daucik)
2:0 (08:02) Daucik (Abert) PP1
2:1 (25:08) A.Katjushenko (Gelehrt/Erdelean)
2:2 (27:42) J.Katjushenko (B.Leiprecht/Kirsch) PP1
2:3 (60:00) Sekula (PS / GWG)

Strafen : 10 / 10

Zuschauer : 317