Ein Spiel dauert 60 Minuten…

…diese schmerzliche Gewissheit mussten die Stuttgart Rebels am gestrigen Samstag bei ihrer 2:3-Niederlage in der Helios-Arena zu Schwenningen zur Kenntnis nehmen.

Das Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings begann von beiden Seiten eher verhalten, die Verunsicherung ob der für beide Seiten nicht zufriedenstellend verlaufenden Saison war doch in so mancher Aktion zu spüren. Nach und nach übernahmen die Rebellen allerdings die Initiative, erspielten sich Feldvorteile, zu mehr als einem Treffer ans Schwenninger Torgestänge reichte es allerdings nicht. Diese kamen erst durch zwei diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen wieder ins Spiel. Ein nicht geahndeter Stockschlag auf Schwenninger Seite, der wohl noch bis ausserhalb des Eisstadions zu hören war, und im direkten Anschluss ein vermeintlicher Wechselfehler der Rebels brachten die Fire Wings in numerische Überzahl. Diese wurde auch konsequent durch Mike Soccio in der 14. Spielminute zum einzigen Treffer in diesem Spielabschnitt genutzt.
Im zweiten Drittel erhöhten die Rebellen den Druck, leider liess die Chancenverwertung wie bereits so oft in dieser Saison zu wünschen übrig und so dauerte es bis zur Mitte des Spiels, ehe Lukas Willer die Scheibe in Überzahl förmlich ins gegnerische Gehäuse arbeitete. Drei Minuten später kochten die Emotionen für kurze Zeit hoch, als ein Schwenninger Spieler nach einem Bandencheck von Nicholas Rodriguez von der Spielerbank aufs Eis sprang um seinen gefoulten Mannschaftskameraden zu „rächen“. Korrekter Weise wurde er vom Schiedsrichtergespann zum Duschen geschickt.
Zum letzten Durchgang kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel, ohne wirklich zwingende Aktionen kreiren zu können. Erst eine Strafe gegen Eric Strieska und das dadurch resultierende Überzahlspiel schien den Fire Wings wieder Leben ein zu hauchen. Trotzdem gelang Eric Strieska , von der Strafbank weg, der zu diesem Zeitpunkt etwas glückliche, nichts desto Trotz aufgrund des Spielverlaufs nicht unverdiente Führungstreffer für seine Farben. Anstatt jedoch wie bisher weiter zu spielen verlegten sich die Rebellen auf das Verwalten des Vorsprungs, mit dem gleichen Resultat wie beim letzten Heimspiel gegen die Mad Dogs Mannheim. Zwei Gegentreffer für die in den letzten Spielminuten drängenden Hausherren durch Silas Aber und Stefan Schäfer sorgten auf Seiten der Rebels ob der wieder einmal verschenkten Punkte für betretene Mienen nach der Schlusssirene .

Schwenninger ERC – Stuttgart Rebels  3:2  (1:0,0:1,2:1)

1:0   (13:36)   Soccio  (Schäfer) PP1
1:1   (30:28)   Willer  (Eisele/Becker) PP1
1:2   (49:12)   Strieska  (Eisele)
2:2   (53:58)   Abert  (Erlenbach/Matic)
3:2   (56:24)   Schäfer  (Soccio/D.Deuring)

Strafen : 10 + 10+20 (H.Deuring) – 6

 

Bernd Wegst