Rebels unterliegen Heilbronn trotz starker Leistung

Auch beim dritten Aufeinandertreffen waren die Eisbären aus Heilbronn am vergangenen Freitag eine Nummer zu groß für die Stuttgart Rebels. Trotz zwischenzeitlicher 5:1-Führung musste man sich am Ende noch mit 5:8 gegen den Tabellenführer geschlagen geben.
Nur eine leichte Verkürzung der Ausfallliste konnte Trainer Pavol Jancovic vor dem Spiel vermelden. Zwar konnten auch die Gäste aus dem Unterland nicht komplett antreten, bei der Qualität und Leistungsdichte der Eisbären sicherlich für deren Coach Sascha Bernhardt leichter zu kompensieren.

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Vor der Saisonrekordkulisse von 490 Zuschauern, darunter etwa 50 Mitglieder des Traditionsvereins Old Boyz, zeigten die Rebellen von Beginn an keinen Respekt vor dem Favoriten. Geschickt konnte man in der Defensive die Räume für den Gegner eng machen und seinerseits Immer wieder eigene Gegenstösse initiieren.In der 5. Spielminute zum ersten Mal mit Erfolg, Patrick Daucik war nach Vorlage von Sebastian Meindl zur Stelle. Kaum eine Minute später konnte Maximilian Strehle eine Vorarbeit von Eric Strieska verwerten. Weitere zwei Minuten später beendete Daniel Brendle die Anfangsphase mit dem Heilbronner Anschlusstreffer.
Sicherheit im Aufbauspiel der Gäste vermochte dies jedoch nicht zu vermitteln, es blieb doch vieles Stückwerk bei den Eisbären, was natürlich auch auf die weiterhin sehr disziplinierte Leistung der Rebels zurück zu führen war. Diese ihrerseits zeigten weiterhin eine bislang in dieser Saison nicht gekannte Konsequenz in Sachen Chancenverwertung und belohnten sich mit zwei weiteren Treffern durch Ben Daubners erstes Regionalligator und Patrick Eisele, der dem gegnerischen Torhüter bei einem Break keine Chance ließ.
Die Heilbronner Reaktion zur Pause in Form eines Torhüterwechsels schien zunächst nicht zu fruchten, denn Patrick Eisele stellte das Ergebnis direkt nach Wiederbeginn in Unterzahl auf 5:1.20180112-DSC_6790 (Large)
Zwei schnelle Gegentore durch Benjamin Brozicek und Sven Breiter bremsten die Stuttgarter Tatendrang zunächst nur kurz, auch nach dem Anschlusstreffer durch Sven Breiter zur Mitte des Spiels war noch kein Einbruch im Rebelsspiel zu erkennen. Eine durchaus ansehnlich gespielte doppelte numerische Überzahl brachte leider nur einen Schuss ans Torgestänge und den Helm des Goalies ein.
Besser hatte sein Visier mittlerweile der Gegner justiert, manifestiert durch den Ausgleichstreffer durch Leontin Kreps in der 35. Spielminute.
Somit musste also der Schlussabschnitt die Entscheidung bringen, was denn auch recht zügig vonstatten ging. Zwei recht unglückliche Gegentreffer sorgten zwar noch lange nicht für Resignation auf Stuttgarter Seite, wohl aber für eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste. Daniel Brendle und Benjamin Brozicek waren die glücklichen Schützen. In der Folgezeit fehlten den Hausherren dann die spielerischen Mittel dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben, der Favorit konnte seinen Vorsprung bis zu Ende verwalten. Der Treffer durch Robin Platz mit der Schlusssirene war schließlich nurmehr Ergebniskosmetik.

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Trotz der Niederlage konnten die Spieler der Rebels hoch erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen, hatte man dem Tabellenführer doch alles abverlangt. Symbolisch für den hohen Adrenalinausstoss auf beiden Seiten mag die von Eisbär Sven Breiter ausgehende körperliche Auseinandersetzung mit Rebellskapitän Tim Becker kurz vor Spielende gewesen sein, die beiden Kontrahenten vier Strafminuten einbrachte.
Sein vorerst letztes Spiel für die Rebels absolvierte am Freitag Lorenz Neuhauser, der ein Auslandssemester in seinem Studium einlegen wird und dem Team daher in dieser Saison leider nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Stuttgart Rebels-EHC Heilbronn  5:8 (4:1,1:4,0:3)

1:0   (04:32)   Daucik  (Meindl)
2:0   (05:15)   Strehle  (Strieska)
2:1   (07:03)   Brendle  (Kollmar)
3:1   (17:02)   Daubner  (Willer)
4:1   (18:38)   Eisele  (Becker)
5:1   (20:39)   Eisele  (Becker)  SH1
5:2   (21:32)   Brozicek  (Oppenländer/Kollmar)  PP1
5:3   (23:05)   Breiter, Sv.  (Metz)
5:4   (29:31)   Breiter, Sv.  (Schrimpf)
5:5   (34:36)   Kreps  (Rupp/Metz)
5:6   (42:54)   Brendle
5:7   (43:14)   Brozicek  (Brendle/Platz)
5:8   (59:59)   Platz  (Rupp)

Strafen: 20+10 (Strieska) – 22+10 (Breiter,Sv). + 10 (Schrimpf)

Zuschauer : 490

(Text Bernd Wegst / Fotos Wolfgang Krause)