Rebels am Doppelwochenende punktlos

13.11.2017 Auch der Doppelspieltag des Vergangenen Wochenendes brachte den Stuttgart Rebels erneut kein Erfolgserlebnis. Nach der freitäglichen 6:9-Heimniederlage gegen den EHC Zweibrücken blieb man auch beim Gastspiel bei EKU Mannheim mit einem 2:5 punktlos.

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Das Heimspiel gegen die Zweibrücken Hornets begannen beide Teams abwartend, ehe den Gästen mit praktisch der ersten zwingenden Aktion der Führungstreffer gelang. Tim Beckers Überzahltreffer nach exakt neun Zeigerumdrehungen belohnte die Rebellen für ein gelungenes Powerplay. Auch die erneute Gästeführung sorgte nur für ein kurzes Stocken der Stuttgarter Angriffsbemühungen, denn bis zu ersten Pause konnten Eric Strieska und Simon Kumposcht den Rückstand in eine Führung verwandeln.

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Als knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn Miroslav Hudak ein Break erfolgreich abschliessen konnte wähnte man sich im Rebelslager in sichererem Fahrwasser, auch der prompte Anschluss der Hornissen schien noch kein Alarmzeichen zu sein, denn die Gastgeber bestimmten weiterhin das Spiel. Was allerdings nach dem Ausgleichstreffer in der 30. Spielminute geschah muss wohl in den Tiefen der Sportpsychologie gesucht werden. Völlig verunsichert produzierten die Rebellen Fehler um Fehler im Aufbauspiel und Defensivverhalten, die cleveren Gäste nahmen dankend an und ehe man sich versah stand zum Ende des Drittels eine Vier-Tore-Führung auf der Anzeigetafel.
Es spricht zwar für das Team, dass man im letzten Durchgang noch einmal mit Nachdruck versuchte dem Spiel eine kaum zu erhoffende Wende zu geben, die beiden Treffer von Tim Becker und Patrick Daucik, bei einem weiteren Zweibrücker Gegentreffer, sorgten letztlich nur noch für marginale Ergebniskosmetik.
„Es genügt eben nicht, nur zwei Drittel Eishockey zu spielen, gegen einen gewiss nicht übermächtigen und durchaus schlagbaren Gegner“ merkte denn auch Mannschaftskapitän Tim Becker nach dem Spiel selbstkritisch an.
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Stuttgart Rebels-EHC Zweibrücken   6:9  (3:2,1:6,2:1)

0:1   (04:11)   Matheson (Zaborsky)
1:1   (09:00)   Becker (Kumposcht/Mauch)  PP1
1:2   (11:36)   Dörr  (Matheson/Wendland)
2:2   (14:16)   Strieska  (Becker/Leis)
3:2   (15:44)   Kumposcht  (Gross)
4:2   (21:44)   Hudak  (Daucik/Strieska)
4:3   (22:56)   Zaborsky (Wendland/Matheson)
4:4   (29:03)   Nunold  (Heinisch/Schinke)  PP1
4:5   (31:47)   Matheson  (Dörr)  PP1
4:6   (37:16)   Brüstle   PP1
4:7   (38:23)   Zaborsky  (Nunold/Neumann)
4:8   (38:56)   Metzner  (Neumann)
4:9   (43:09)   Zaborsky  (Brüstle)
5:9   (46:35)   Daucik  (Mauch/Becker)
6:9   (52:15)   Becker  (Mauch/Gross)

Zuschauer : 219

Strafen : 6+10( Hudak) , 6

Am Sonntag folgte dann Teil zwei des Wochenendes, zum Gastspiel gegen den Aufsteiger EKU Mannheim reiste der Stuttgarter Tross in die Mannheimer SAP-Arena.Zu einigen privat verhinderten Spielern gesellte sich mit dem beim Spiel zwei Tage zuvor an der Hand Verletzten Simon Kumposcht ein weiterer Ausfall. Zu allem Überfluss verspäteten sich drei weitere Spieler nach einem Fahrzeugdefekt , so dass sie ohne Aufwärmen direkt zu Spiel aufs Eis mussten.

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Ein recht zerfahrenes, wenn auch umkämpftes erstes Drittel endete mit 1:1, Arthur Gross war auf Stuttgarter Seite erfolgreich.
Die Gastgeber schafften es immer wieder, die Stuttgarter Angriffsbemühungen mit grossem Einsatz zu stören und liessen kein flüssiges Kombinationsspiel aufkommen.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Rebellen die Schlagzahl, der Treffer durch Miro Hudak war die, wenn auch leider zu geringe Ausbeute. Zumal die Mad Dogs postwendend eine Antwort in Form des Ausgleichs parat hatten. Nach einer doppelten Unterzahl war der erste Rebelsspieler gerade wieder aufs Eis zurückgekehrt , als Mannheim die Unordnung vor dem Rebelsgehäuse zur erneuten Führung ausnutzen konnte.

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Auch im letzten Abschnitt hatten die Rebellen eigentlich mehr vom Spiel, scheiterten aber immer wieder an der eigenen Abschlussschwäche oder am gegnerischen Goalie. Und dass man das Mannheimer Überzahlspiel an diesem Abend auf der Rechnung haben musste, zeigte sich nach 55 Minuten zum dritten Mal. Mit 4:2 war eine Vorentscheidung gefallen. Nach einer Auszeit und der Herausnahme von Goalie Andi Räth spielten sich vor dem Gehäuse der Gastgeber zwar noch einige gefährliche Szenen ab, letztlich sorgte ein Scheibenverlust mit anschliessendem Empty Net Goal für einen Sieg des Aufsteigers, den sich dieser durch konsequentes Ausnutzen der gegnerischen Strafzeiten und grossen Einsatz auch durchaus verdient hatte. Mit gleicher Konsequenz auf Rebelsseite allerdings wäre auch dieser Gegner zu besiegen gewesen.

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EKU Mannheim – Stuttgart Rebels  5:2  (1:1,2:1,2:0)

1:0   (03:31)   Klein  (Bachstein/Martinec)  PP1
1:1   (17:16)   Gross  (Wied/Eisele)
1:2   (30:35)   Hudak
2:2   (32:24)   Martinec  (Majewski)
3:2   (36.52)   Klein  (Reiss/Sofian)  PP1
4:2   (55:13)   Bruno  (Klein/Reiss)  PP1
5:2   (58:43)   Reiss  (Parejo Ramon/Klein)  ENG

Strafen : 8  /  12

(Text: bw / Fotos (10.11.2017) Mario Vrban, (12.11.2017) Uwe Prehn)