Halloween kein gutes Omen für die Rebels

01.11.2017 – Die Halloweenspiele im Baden Airpark scheinen kein wirklich gutes Omen für die Stuttgart Rebels zu sein. Konnte man vor zwei Jahren bei der Niederlage nach Penaltyschiessen wenigstens noch einen Punkt ergattern, so musste man sich am gestrigen Dienstag bei den Baden Rhinos in Hügelsheim glatt mit 1:7 geschlagen geben.

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Was wie eine einseitig verlaufene Partie aussieht war es allerdings keineswegs. Den besseren Start erwischten die Rebellen, denen es zu Beginn gelang die auf Konter angelegte Spielweise der Hausherren wirkungsvoll zu unterbinden. Auch das Spiel nach vorne sah recht flüssig aus, Zählbares war dabei leider nicht zu verbuchen. Ein erstes Überzahlspiel konnte nicht zum Erfolg gebracht werden, hingegen gelang den Rhinos bei deren erstem Powerplay auch gleich der Führungstreffer durch Noel Johnson. Der sogleich folgende zweite Hügelsheimer Treffer durch Björn Groß sorgte zwar für noch weiter intensivierte Stuttgarter Angriffsbemühungen, die jedoch prompt beim nächsten Überzahlspiel durch einen weiteten Treffer der Rhinos unterbrochen wurden. Mathieu Fleury war erfolgreich.

Auch der zweite Durchgang lief nach ähnlichem Schema ab wie Drittel Nummer eins. Die Gastgeber mit eher abwartender Spielweise , die Rebels mit dem Versuch dem Spiel eine Wende zu geben. Die dadurch gelegentlich zu offene Spielweise lud die Nashörner immer wieder zu Kontern ein, drei Treffer durch Björn Groß, Cedric Duhamel und Denis Friedberger spiegelten wohl die Hügelsheimer Effizienz, nicht jedoch den wahren Spielverlauf wider. Ergebniskosmetik konnte kurz vor Drittelende noch Miroslav Hudak betreiben.

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Auch im letzten Drittel versuchten die Rebels noch einmal den Rückstand zu verkürzen, scheiterten aber auch hier immer wieder an der eigenen mangelhaften Chancenauswertung und mussten als Konsequenz einen weiteren Gegentreffer durch Cedric Duhamel hinnehmen. Somit blieb am Ende nur, den Gastgebern zu einem zwar auf Grund der clevereren Spielanlage zu einem verdienten, aber doch deutlich zu hoch ausgefallenen Sieg zu gratulieren. Trotz der deutlichen Niederlage wollte Trainer Pavel Jancovic mit seiner Mannschaft nicht allzu sehr in Kritik gehen. „ Trotz der Niederlage habe ich viel Gutes im Spiel meiner Mannschaft gesehen, den Unterschied machte letztendlich die bessere Chancenverwertung und die routiniertere Spielweise des Gegners“, so der Trainer der Rebels.

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Nach dem nunmehr wieder unterbrochenen kleinen Zwischenhoch geht es bereits am kommenden Freitag in der Stuttgarter Eiswelt für die Rebellen weiter, Gegner ist der EV Ravensburg.
Auf Grund der Tabellensituation ist man bei diesem Spiel praktisch zum siegen verdammt, will man den Anschluss ans Tabellenmittelfeld nicht vollends verlieren. Hauptaugenmerk gilt jedoch letztlich nicht in erster Linie der Tabelle, wichtiger ist, den Zuschauern bei den Heimspielen eine gute und einsatzfreudige Leistung zu bieten.
Der Gegner am Freitag, die Amateurmannschaft der Zweitligisten Ravensburg Tower Stars, sollte in diesem Zusammenhang zwar ein Gegner auf Augenhöhe sein, der ob seines starken Saisonbeginns
dennoch als leichter Favorit ein zu stufen ist. Aus dem Kellerkind der vergangenen Jahre ist durch die Rückkehr einiger Eigengewächse wie z.B. den Brüdern Katjushenko und Bernhard Leiprecht ein ernst zu nehmenden Kandidat für einen Play-Off-Platz geworden.

ESC Hügelsheim – Stuttgart Rebels  7:1 (3:0,3:1,1:0)

1:0   (13:02)   Johnson  (Fleury/Trenholm)  PP1
2:0   (14:23)   Groß  (Wolf/Kick)
3:0   (17:09)   Fleury  (Duhamel)  SH1
4:0   (21:14)   Groß  (Wolf/Engel)
5:0   (30:18)   Duhamel  (Johnson/Dech)
6:0   (35:45)   Friedberger  (Fleury)
6:1   (38:18)   Hudak  (Strieska)
7:1   (47:58)   Duhamel  (Fleury/Häberle)  SH1

Strafen : 14 / 6

(Text bw / Foto wk)