Der Knoten ist geplatzt – Rebels siegen in Schwenningen

Man konnte die Steine förmlich hören, die am gestrigen Samstag den Spielern und Verantwortlichen bei den Stuttgart Rebels vom Herzen gefallen sein müssen. In der Schwenninger Helios-Arena feierte die Mannschaft einen am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallenen, gleichwohl aber verdienten 6:2 (2:0,1:1,3:1)-Erfolg gegen den Schwenninger ERC.

Nach fünf Punkten aus den beiden letzten Spielen kamen die Fire Wings selbstbewusst aus der Kabine und es entwickelte sich von Beginn an ein intensives Match mit zu Beginn leichten Vorteilen für die Gastgeber. Bei zwei Lattentreffern hatte der Stuttgarter Keeper Andi Räth das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Die Rebels ihrerseits zeigten sich endlich einmal von der treffsicheren Seite, zwei Treffer von Patrick Eisele sorgten bis zum Pausentee für zufriedene Gesichter in der Stuttgarter Kabine.

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Patrick Eisele – vierfacher Torschütze

Nachdem das Schiedsrichtergespann im ersten Durchgang bei so manch ahndungswürdiger Situation noch Gnade vor Recht walten ließ, schienen die Schwenninger mit der Umstellung auf die neu justierte Regelauslegung nunmehr etwas überfordert und wanderten fortan regelmässig in die Kühlbox. Die Rebels behielten ihrerseits kühlen Kopf, vier Minuten vor Drittelende konnte Christopher Mauch eine doppelte Überzahl zum dritten Stuttgarter Treffer ausnützen. Nur acht Sekunden vor der Pausensirene verkürzte Mike Soccio für seine Farben und hielt somit das Spiel weiterhin offen.

Auch im letzten Abschnitt schafften es die Degerlocher ihre taktische Ausrichtung bei zu behalten. Jede Reihe erfüllte die Trainervorgaben in der Defensive mit großem Einsatz, die Sturmreihe mit Mauch, Eisele und Arthur Gross zeigte sich dieses Mal treffsicher und so konnte man sich bereits kurz nach Drittelbeginn vorentscheidend mit 5:1 absetzen. Patrick Eisele war zweimal erfolgreich. Auch der prompte Schwenninger Gegentreffer sorgte nicht weiter für Unruhe im Lager der Rebellen, Marc-Stephen Wied setzte kurz vor Spielende den Schlusspunkt unter eine überzeugende Vorstellung der gesamten Mannschaft.

Der Bann scheint also gebrochen auf Seiten der Rebels, mit einer ebenso konzentrierten Leistung wie in Schwenningen soll am kommenden Freitag gegen die Eisbären aus Eppelheim auch in der heimischen Eiswelt der erste Sieg gelingen.

Schwenninger ERC – Stuttgart Rebels    2:6 (0:2,1:1,1:3)

0:1    (09:06)   Eisele  (Mauch/ Willer )  PP1
0:2    (15:38)   Eisele  (Willer/Gross)
0:3    (36:10)   Mauch  (Gross/Eisele)  PP2
1:3    (39:52)   Soccio  (Stärk)  SH1
1:4    (40:19)   Eisele  (Gross)
1:5    (42:55)   Eisele  (Mauch/Gross)
2:5    (44:49)   Deuring  (Matic/Steinhäuser)
2:6    (59:10)   Wied  (Strieska/Becker)

Strafen.  16 – 6+10 (Strieska)

(bw)
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