Sieg in Ravensburg nach Penaltyschießen

Nichts für schwache Nerven war das Gastspiel der Stuttgart Rebels am gestrigen Sonntagabend in Ravensburg. In einem verbissenen Kampfspiel behielt man zu guter Letzt doch noch mit 4:3 n.P. die Oberhand.

Gestützt auf ein starkes Defensivverhalten, welches den Gastgebern vom Eröffnungsbully an kaum Möglichkeiten zur Entfaltung bot, dominierten die Rebellen die Partie von Beginn an. Alle Reihen waren in der Lage den Gegner unter Druck zu setzen, der es allerdings mit großem Einsatz verstand nicht allzu viele brenzlige Situationen zuzulassen. Zwei Minuten vor Drittelende sorgte schließlich Eric Strieska nach dem bis zu diesem Zeitpunkt schönsten Spielzug für den längst fälligen Führungstreffer.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sollte sich am Verlauf des Spieles zunächst kaum etwas ändern, folgerichtig konnte Miroslav Hudak in der 24. Spielminute zum scheinbar beruhigenden 2:0 abstauben. Der Bruch im Spiel folgte kurz darauf, eine 2+10-Minutenstrafe gegen Eric Strieska sorgte für die erste Unterzahl der Rebels. Zwar konnte man diese schadlos überstehen, Ravensburg konnte die durch die notwendige Reihenumstellung entstandenen Abstimmungsprobleme in der Rebelsdefensive allerdings zu einem Doppelschlag zur Mitte des Spiels ausnutzen. Der Ausgleich sorgte für weiteren Aufwind bei den Hausherren, vier Minuten später konnten sie nach einem nicht geahndeten Foulspiel an Marc-Stephen Wied den Spielverlauf endgültig auf den Kopf stellen.

Natürlich war man auf Seiten der Rebels nicht gewillt den Oberschwaben die ersten Punkte der Saison kampflos abzugeben und so konnte man nach der zweiten Drittelpause die Regie des Spiels wieder weitgehend in die eigenen Hände nehmen. Die lauf- und kampfstarken Gastgeber stemmten sich allerdings mit Macht dagegen und konnten, bedingt durch die mehr und mehr offensive Stuttgarter Spielweise, ihrerseits immer wieder Nadelstiche in Richtung Rebelsgehäuse setzen. Die Spannung stieg weiter an , Tim Becker was es schließlich vorbehalten die Stuttgarter Anhänger und seine Mannschaftskameraden vor einer punktlosen Heimreise zu bewahren. Die Penaltys mussten also über den Zusatzpunkt entscheiden. Während auf Stuttgarter Seite Dominik Guris alle drei Ravensburger Versuche entschärfte durfte sich Patrick Eisele als insgesamt sechster Schütze zum Siegtreffer gratulieren lassen.

Bedingt durch die anderen Ergebnisse des Wochenendes finden sich die Stuttgart Rebels nun auf dem dritten Tabellenrang wieder. Im Kampf um den „Strich“ allerdings sind Bietigheim und Eppelheim den Rebellen dicht auf den Fersen und es gilt nun im Heimspiel gegen die Baden Rhinos am kommenden Freitag dafür zu sorgen dass die erarbeitete gute Ausgangsposition weiterhin gefestigt werden kann.

EV Ravensburg – Stuttgart Rebels 3:4 n.P. ( 0:1,3:1,0:1,0:1)

0:1 ( 18.) Strieska ( Eisele / Kolar )
0:2 ( 24.) Hudak ( Becker / Wollner )
1:2 ( 30.) S.Heckenberger ( Botzenhardt )
2:2 ( 31.) Eckmann ( Tischendorf )
3:2 ( 34.) Martini ( S.Heckenberger )
3:3 ( 57.) Becker ( Gross / Hudak )
3:4 ( 60.) Eisele PEN

Strafen RV : 6
Strafen S : 10+10

Zuschauer : ca. 120
(bw)