Rebellion nur kurzzeitig unterbrochen

Aus den beiden Auswärtsspielen des vergangenen Wochenendes kehrte die Mannschaft der Stuttgart Rebels mit drei Punkten im Reisegepäck zurück auf die Waldau. Einer 3:5-Niederlage in Eppelheim ließen die Degerlocher tags darauf einen knappen 3:2-Erfolg in Schwenningen folgen.

Am Freitagabend starteten die gastgebenden Eisbären furios in die Partie, mit hohem Tempo und starkem Forechecking wurden die Rebellen unter Druck gesetzt und zahlreiche Torgelegenheiten wurden kreiert. Erst langsam kamen die Rebels ins Spiel und konnten ihrerseits einige offensive Akzente setzen. So war der Eppelheimer Führungstreffer kurz vor Drittelende zwar hochverdient, zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr zwingend notwendig gewesen.

Der zweite Durchgang startete deckungsgleich zum Startdrittel. Erste Torchance der Rebels war ein Break in der 27. Spielminute in Unterzahl, der leider nicht verwertet wurde. Der Treffer zum 2:0 im Gegenzug sorgte schließlich für eine mehrminütige Unordnung in Reihen der Landeshauptstädter, welche die Kurpfälzer konsequent nutzten um den Zwischenstand auf 5:0 hoch zu schrauben.

Man muss der Mannschaft um Trainer Philipp Hodul hoch anrechnen, das sie auch bei diesem scheinbar aussichtslosen Rückstand niemals aufsteckte. Belohnt wurde der Einsatz mit dem ersten Stuttgarter Treffer durch Tim Becker nach 44 Zeigerumdrehungen. Als wiederum Becker und Artur Gross 6 Minuten vor der Schlusssirene per Doppelschlag erfolgreich waren keimte noch einmal Hoffnung im Stuttgarter Lager und den etwa 20 mitgereisten Fans auf, doch am Ende musste man den Gastgebern doch zum insgesamt verdienten Heimsieg gratulieren.

Bereits einen Tag später ging die Reise in die Helios-Arena nach Schwenningen. Tags zuvor ließ der letztjährige Play-Off-Teilnehmer mit einem 5:4-Erfolg beim Serienmeister Eisbären Heilbronn aufhorchen, der Rebelstross war also vorgewarnt. Obwohl bei beiden Teams einige Ausfälle zu beklagen waren entwickelte sich eine schnell und intensiv geführte Partie. Da sich beiderseits die vermeintlichen Paradeblöcke gegenseitig neutralisierten mussten somit Spieler für Zählbares sorgen, die sonst oftmals eher die Arbeit im Hintergrund verrichten. Ein Schwenninger Doppelschlag in der 31. Spielminute sorgte nur kurz für Unruhe im Stuttgarter Lager, denn der Anschlusstreffer durch Eric Strieska folgte bereits im Handumdrehen.

Geduldig lauerte man im letzten Durchgang auf Tormöglichkeiten, in der 49. Minute wurde die Geduld schließlich durch den Ausgleichstreffer von Marc-Stephen Wied belohnt. Mit seinem ersten Tor für die Rebels, 90 Sekunden vor Spielende, sorgte Dustin Ketzler für eine erfolgreichen Abschluss dieses anstrengenden Doppelspieltags. Coach Philipp Hodul zeigte sich nach dem Spiel gegen Schwenningen hochzufrieden: “Dies war die bisher beste Teamleistung!

Mit drei Punkten aus zwei Auswärtspartien befinden sich die Stuttgart Rebels weiterhin über dem Soll. Obwohl die Rahmenbedingungen mit zahlreichen Spielerausfällen eher suboptimal waren, grüsst man die Konkurrenz von der Tabellenspitze. Ein schöner Nebeneffekt für die geleistete Arbeit, auf Grund der unterschiedlichen Anzahl der absolvierten Spiele allerdings auch nur eine Momentaufnahme.

EC Eppelheim – Stuttgart Rebels 5:3 (1:0, 4:0, 0:3)

1:0 ( 20.) Gottschalk ( Striepeke )
2:0 ( 27.) Sawicki ( Nikolow ) PP1
3:0 ( 30.) Sawicki ( Erdmann / Ackermann ) PP1
4:0 ( 31.) Striepeke
5:0 ( 33.) Striepeke ( Gerber )
5:1 ( 44.) Becker (Eisele / Kolar )
5:2 ( 53.) Becker ( Eisele / Gross )
5:3 ( 54.) Gross ( Willer )

Strafen Eppelheim : 6
Strafen Stuttgart : 8

Zuschauer : 70 ( geschätzt )

Schwenningen ERC – Stuttgart Rebels 2:3 ( 0:0,2:1,0:2 )

1:0 ( 31.) Haller ( Rais )
2:0 ( 31.) Erlenbusch ( Haller / Rais )
2:1 ( 32.) Strieska ( Daucik )
2:2 ( 49.) Wied ( Wollner / Halbych )
2:3 ( 59.) Ketzler

Strafen Schwenningen : 12 + 2 x 10
Strafen Stuttgart : 10
(bw)